Acht Kinder der Städtischen Tageseinrichtung für Kinder „Die Langstrümpfe“ besuchten zum Ende ihrer Kindergartenzeit die Druckerei Feste. Begleitet von ihren Erzieherinnen, Ilona Barthelt und Mara Weinekötter erwarben Nick, Rebekka, Bencan, Kim, Michael, Celine, Darleen und Julia ihre Drucker-Nachwuchsurkunden.

Die acht Langstrümpfe lernten nicht nur, wie eine Druckmaschine funktioniert. Geschäftsführerin Andrea Stahnke und ihr Team zeigten den Kindern alle Arbeitsschritte, die für ein professionelles Druckprodukt notwendig sind.

„Wir vereinen moderne Technik und traditionelles Handwerk. Vom sprichwörtlich weißen Blatt bis zur fertigen Broschüre sind es viele Arbeitsschritte“, so Druckerin Viola Kujawski. Die kleinen Besucher lernten am Setzkasten die traditionelle Druckerei kennen. Dass ein Wort erst spiegelverkehrt gedacht werden muss, bevor es gesetzt und dann gedruckt werden kann, war für die Langstrümpfe besonders spannend. Alle Kinder setzten an dieser Station ihren Namen, den sie später selber auf ihre Urkunde druckten. In der Druckvorstufe erklärten Mediengestalter Thomas Keuter und Tanja Reckmann am Bildschirm auf spielerische Weise wie die verschiedenen Farben übereinander gelegt werden, damit ein buntes Bild entsteht. Hiervon überzeugten sich die acht Langstrümpfe im Anschluss an der großen Heidelberger Druckmaschine. Von oben konnten alle genau sehen, wie die verschiedenen Farben nacheinander auf die Bögen gelangen. Drucker Karl-Erich Moriße erklärte am fertig gedruckten Bogen wie die Farben überprüft werden. Die kleinen Stöberer begutachteten die Druckbogen interessiert mit der Lupe, bevor es zur Weiterverarbeitung in die Buchbinderei ging. Hier zeigte Herbert Venjakob wie die große Schneidemaschine die Bogen sauber zerteilt. Alle Kinder bekamen die Gelegenheit, die Maschine einmal selber zu bedienen und staunten über die Schärfe und Schnelligkeit. An der Falzmaschine konnte im Anschluss beobachtet werden, wie die einzelnen Blätter gefaltet werden.

In einem weiteren Schritt werden die Hefte, Broschüren und Kataloge geklammert. Aber das geht nicht mit allen Druckprodukten. Blöcke werden geklebt. Unter der fachgerechten Anleitung von Martina Malchus leimten die Langstrümpfe ihre eigenen Malblöcke,. An der antiken Druckmaschine erstellten die Kinder ihre Drucker-Nachwuchsurkunden. Die zuvor selber gesetzten Namen kamen hier zum Einsatz. Alle Kinder waren stolz, dass sie so viel gelernt hatten. „Das war eine tolle Erfahrung. Nicht nur für unsere Kinder, die dieses Jahr noch in die Schule kommen und dort dann richtig Schreiben lernen“, freute sich Ilona Bathelt. Sie hofft mit der nächsten Generation angehender Schulkinder wieder kommen zu können.

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